Elizabethtown
Gestern Abend sah ich mehr durch Zufall den Film “Elizabethtown” um die Wartezeit zum Spanien - Italien-Spiel zu verkürzen. Doch bis das los ging, hatte mich der Film schon gefangen und als das Spiel nicht spannender wurde, schaltete ich ganz zur Rolle von Orlando Bloom. Der Film zeugt mit einer Portion Romantik, Melancholie, Angst und den typischen “Sich-selbst-finden”-Sprüchen, allerdings so viel origineller als in den meisten Filmen.
Drew hat seiner Firma 1 Milliarde Dollar Verluste gemacht und will sich töten, als er erfährt, dass sein Vater gestorben ist. Auf dem Weg nach Elizabethtown lernt er die Flugbegleiterin Claire kennen. Die Wege trennen sich, bis er eine vermeintliche Nummer eines Abschleppdienstes wählt und zu ihr durchkommt. Stundenlanges telefonieren und die unheimlichen Sensationen der Nacht und Müdigkeit entgegnen sich, bis sich die Wege erneut trennen.

Und so geht es im Grunde weiter. Das sie sich am Ende wieder finden, ist natürlich hervorsehbar, macht aber in der gelungenen Abwechslung auch kein Problem. Außerdem ist Kirsten Dunst in dieser Rolle wieder schauspielerischer und optischer Blickfang. Gute Musik gibt’s bis zum Ende hin auch, was will man mehr?


habe den film gestern auch gesehen, wirklich toll.
Was man mehr will? Na zum Beispiel ein ganz klein bisschen weniger Schnulz und Schmalz bei dieser hundertundersten Variation des bekannten “Hinterweltlerkommando zeigt von sich selbst entfremdetem Karrieristengroßstädter endlich mal, was wirklich wichtig ist im Leben”-Thema. Naja, will nicht zu sehr lästern, hab den Film ja nicht bis zum Ende gesehen.
Verstehe deine Kritik natürlich, immerhin ist die kurze Geschichte hinter dem Film ja das übliche. Allerdings finde ich, dass hier garnicht so viel “Schmalz und Schnulz” enthalten ist, außerdem greift das alles meiner Meinung nach mehr in die Verbindung zwischen Musik und Charakteren die sich verloren haben. Natürlich ist das nichts neues - Aber wieso erwartet jeder immer etwas neues? Ich bin angetan von vielen Filmen und dazu gehören wohl auch die Liebesfilme mit diesem trägen Selbstfindungshintergrund. Natürlich weiß man schon allein beim Trailer, dass x und y sich verlieben werden. Finde ich aber garnicht wirklich schlimm, immerhin kann man sich den Weg bis dahin ansehen. Wenn das drum und drann nicht so sehr gefällt - subjektiv, ist ja klar.
Was ich sagen will: Mir machen deine Kritikpunkte da garnicht viel aus, aber ich kann es nachvollziehen.
hm.. achso, hier also auch…
Der Film schafft es sicherlich ein gutes Klima aufzubauen und entgegen der bisherigen Meinungen muss ich sagen, dass ich dieses Schema nicht so abgenutzt finde und der “Weg bis dahin” in diesem Fall sehr kreativ gestaltet ist.
Klar, es ist ein Liebefilm, aber meiner Meinung nach kein klassischer oder kitschiger sondern vielmehr ein ästethischer.
Dadurch, dass sich zwischen der verrückt wirkenden Frau und dem Protagonisten eine Art Telefonfreundschaft einstellt, in der sich, wie bei einer Internetfreundschaft, eine ziemlich gute Freundschaft entwickelt und sie sich dann, auf eine, wie ich finde sehr originelle Art wieder treffen (zum Treffen kommt es bei Internetfreundschaften oft nie) entsteht ein angenehmes Szenario, das ohne “Schmalz” auskommt.
Abschließend fand ich das letztenendes eigentlich gemeinsame Projekt, die Rundfahrt mit der Musik, höchst originell.
Sie hätte das “Projekt”, diesen Reiseplan ja auch mit jemand anderen machen können oder sich nur noch sporadisch melden können und eigentlich nichts mehr zu tun haben wollen können.
Da wäre sich er aber auch verarscht vorgekommen.
Ein gelungender Film.
Der Claus, von dem ich glaube, dass er das ist? Wenn ja, hätte ich nicht gedacht, dass dir der Film gefällt. Aber deine Argumentation gefällt mir sehr.
Muss wohl ein anderer Claus sein, weil woher hätte er die Adresse haben sollen? Hat ihm ja niemand erzählt.
Die Argumentation ist zu einem gewissen Maß zweifelhaft, mit wem hätte sie ihre Rundfahrt denn sonst machen sollen. Alleine?
Aber der Claus, von dem Du gesprochen hast, der würde hier nicht alles zumüllen wollen. Das wäre überhaupt ein Trottel, wenn der hier auftauchen würde, aber ich weiß es nicht, ich kenne mich mit Menschen nicht aus.
Tja, dann ist es wohl nicht der Claus. :D.
Zu dem ersten Absatz: Die Seite war nie als populäres Medium geplant, was es ja auch nie geworden ist, daher habe ich niemandem was davon erzählt, aber das kann ich dir näher erklären, wenn du Interesse hast.
Mit der Urne, nein den Punkt hatte ich nicht wirklich beachtet.
Ja ich eben auch nicht.