Thomas Godoj ist das neue DSDS-Opfer
Thomas Godoj hat bei DSDS gewonnen. Na da freut sich RTL aber, wieder ein kleines Opfer zum Geld schei*en gefunden und immer schön drücken, drücken bis die Tube leer ist.
Thomas Godoj hat bei DSDS gewonnen. Na da freut sich RTL aber, wieder ein kleines Opfer zum Geld schei*en gefunden und immer schön drücken, drücken bis die Tube leer ist.
Was soll man von einem Musiker erwarten, denn man “fast” nur von Youtube kennt? So ähnlich konnte ich dem Konzert von Scout Niblett entgegen kommen, denn ich kannte die englische Sängerin nur von ihren Platten und noch viel mehr von ihren Liveauftritten, die man auf Youtube bewundern kann. Diese waren auch Grund für den Konzertbesuch am 14.05. 08 in der Registratur München.

Es ist immer so bei Gigs, dass die Zuschauer irgendwie glauben zu wissen, wie es weitergeht oder eben nicht. Mit einem netten “Hello” stößt man schnell auf charmantes Lächeln und dann einen Song anzustimmen, der die eigene Marke schön unterstreicht und die Unverwechselbarkeit beweist, so kann man einen Gig unvergesslich beginnen. “Do you wanna be buried with my people” ist der typische Scout Niblett Song, könnte man sagen, doch so ganz stimmt es nicht, denn nichts ist Niblett-typisch, selbst jeder einzelne Song, der oft in der minimalistischen Weise exakt zu sein scheint, ist so völlig anders. So also auch das ganze Set, das im Grunde nur durch Gitarre, Drums und Gesang über die Bühne gebracht wird.
Nach einigen Liedern fragt Scout, die eigentlich Emma heißt, ob irgendjemand Fragen hätte und auf jede hat sie eine dieser simplen Antworten, die man eigentlich im Kopf hat, aber doch hören möchte. Bei Requests ist das Publikum immer etwas angespannt, denn es traut sich nicht jeder etwas in den Raum zu rufen. Sie scheint zu wissen, dass die Fragen nichts gegenwärtig persönlichen betreffen werden, denn man erfährt von ihr selten mehr als sie eigentlich schon in ihren Texten preisgibt. Manche von ihnen sind präzise, aber die meisten gleichen mehr Gefühlsausbrüchen, die in Text umgewandelt werden. Sowas ist oft kurz oder unverständlich, doch die leichten Gitarrentöne, die ab und zu in exzentrischen Grungesound übergehen untermalen diesen Hauch von nichts, den sie so leicht sanft singt und doch gleicht die Stimme dem Saiteninstrument so, dass sie in einem Kreischen verfällt, dass die Gänsehaut hoch 3832 verschafft, was wirklich nur wenige Musiker in so einer Form schaffen.

“Wheres your wig?” wurde sie in dieser Tour häufig gefragt und sie ist es sicher schon Leid zu wiederholen, dass sie die Perrücke zu Hause gelassen hat, sie sei nicht mehr so schüchtern, dass sie ein Versteck und Schutz brauche, sagt sie lächelnd. Es ist überraschend, wie verschieden und doch gleich Dinge sein können. Wie leichte Töne in den schweren Horizont gleichen, wenn das Schlagzeug Drave Grohl-artig den Ton bestimmt, während alles andere nur mitreitet. Man fühlt sich ein bisschen wie auf einem Schiff und Scout Niblett ist das Meer auf dem man treibt.
Ein Meer, dass die ganze Show wie einen langen Song bestimmt. Es könnte als ganzes Stück gelten, denn es wirkt wie eine Oper mit vielen Höhepunkten. Wenn es vorbei ist, kann man nicht aufhören zu klatschen und dann kommt sie doch noch mal auf die Bühne und stimmt das grandiose “Dinousaur Egg” an, einen meiner Lieblingssongs.
Wenn ich das geschriebene so durchlese, erkenne ich kein bisschen Resume wieder. Es war eben einfach ein unvergessliches Konzert, was bedeutet, dass ich jedem wünsche Scout Niblett live zu sehen.
(das erste Bild ist vom Gig, das zweite nicht)
Folgende Seite ist mir geade über den Weg gelaufen: Daytrotter.com. Daytrotter scheint das zu sein, was viele Musik-/Style-/Kreativblogs gerne sein möchten. Daytrotter sitzt abseits des Pseudo-Independentsparte von Leuten, die immer noch nicht verstanden haben, dass sie sich von allen anderen kaum unterscheiden. Daytrotter ist fokussiert auf Musik und die Vorstellung verschiedenster Musiker, ob berühmt, weniger berühmt oder total unbekannt. Dabei werden die Musiker dazu eingeladen im Studio “Rock Island” der Betreiber Songs aufzunehmen, die dann als Download freigegeben werden. Dazu wird jeder Musiker interviewt und mit einer Illustration geehrt.

Die Liste an Bands, die schon teilgenommen hat, ist lang. Aus diesem Grund unbedingt vorbeischauen auf Daytrotter.com.
Ich stelle euch mal ein paar Musiker vor, die mir in verschiedensten Plattformen über den Weg gelaufen sind, denn ich finde es sehr interessant neue Künstler kennen zu lernen, auch wenn es sehr mühsam sein kann in der derzeitigen Welle von MySpace-Bands.
Einmal die Band Pet Salad aus Schweden. Folgender Song heißt “Irony” und ist hier live zu hören. Mehr Musik und die Band selbst gibt es auf der MySpace Seite und der Homepage, die ihr hier erreichen könnt.
Eine weitere Band, die ich euch nicht vorenthalten will, spielt in einer Liga mit simplen Tönen, die aber mit sehr komplexen Lyrics ein Ebenbild erstellen. Pandora sind aus Belgien und bringen in den nächsten Tagen ihre erste EP heraus. Sie sind das beste für die Ohren von den neuen Musikern, die ich in den letzten Monaten kennengelernt habe. Mehr Informationen gibt’s im Pandora Forum und auf der MySpace-Seite.
Pandora - Bored